Rezension zu Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit von Veronica Roth

Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit  - Veronica Roth, Petra Koob-Pawis

Leider konnte dieses Buch nicht mit dem ersten Band, Die Bestimmung, und auch nicht mit meinen Erwartungen mithalten.

Während Die Bestimmung mich voll und ganz überzeugt hat, zumindest wenn man mal von den leichten Schwächen in der Übersetzung absieht, bin ich mit Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit leider gar nicht wirklich warm geworden.

Das Buch ist nicht schlecht, es knüpft an die Spannung des ersten Bandes an und vermag diese durchaus auch zu halten, sodass ich keine Probleme damit hatte, das Buch schnell durch zu lesen, aber ich konnte einfach nicht mehr so in die Geschichte eintauchen wie mir das im ersten Band schon nach wenigen Sätzen gelungen ist.

Die vorhandene Spannung kommt allerdings einzig und allein durch Roths Schreibstil zustande, denn die Handlung in diesem Buch ist mehr als dünn. Erst passiert quasi gar nichts, zumindest nichts, was bei mir irgendeinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, und dann ging es irgendwie nur noch um die Beziehungsprobleme der beiden Hauptfiguren Tris und Tobias. Und das ist selbst dann nervtötend, wenn die Geschichte ansonsten gut ist.

Durch die ewigen Wiederholungen immer und immer wieder des selben Beziehungsgedöhnses ging dem Buch sehr viel an Gefühl verloren. Die Autorin nimmt nach wie vor kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht die Grausamkeiten in ihrer Welt zu beschreiben, nur leider wurde mir das hier zu sehr zur Nebensache, die Gleichgültigkeit, mit der alles beschrieben wurde, war mir zu groß.

Alles in allem ist das Buch an sich nicht schlecht, aber im Vergleich zum ersten Band ist es für mich ein ziemlicher Reinfall gewesen.

Quelle: http://anima-libri.de/rezension/veronica-roth-die-bestimmung-todliche-wahrheit