Rezension zu Beta von Rachel Cohn

BETA  - Rachel Cohn

Zu Beginn bin ich mit dem Buch wirklich gut klar gekommen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, da ich Elysia als einen sehr sympathischen Charakter empfunden habe und nicht nur sie selbst sondern auch ihre Geschichte sehr faszinierend fand.

Leider hielt das nicht an, denn während Elysia im Laufe der Geschichte ihre Gefühle entdeckt, hatte ich das Gefühl, dass sie immer weniger Gefühle zeigte und anstatt menschlicher zu werden, wie es laut ihrer eigenen Aussagen ja eigentlich der Fall sein sollte, fing sie an sich immer mehr von allen anderen zu unterscheiden.

Auch die Liebesgeschichte, die mich anfangs wirklich begeistert hat – etwas, das selten genug passiert, gerade in komischen Jugendbüchern – wurde dank Elysia schnell nervig und abstrus, genau wie viele der anderen Beziehungen zwischen den Charakteren, worunter die Handlung natürlich ungemein gelitten hat.

Generell hatte ich das Gefühl, das Buch würde eine Rückwärts-Entwicklung durch machen. Während die ersten Kapitel mich wirklich mitgerissen haben, fingen nicht nur die Charaktere irgendwann an im Widerspruch zu dem zu stehen, was sie eigentlich tun sollten und sich anders zu entwickeln, als sie das angeblich taten, sondern auch der Plot selbst wurde immer dünner und unausgereifter.

Ein wenig wirkte das ganze so, als hätte die Autorin nicht ganz gewusst, in welche Richtung sie mit der Geschichte gehen sollte und nach dem tollen Start die restliche Geschichte mehr oder minder “dahin geklatscht” hat.

Damit war dieses Buch leider so gar nicht mein Fall. Ich weiß nicht, ob ich den zweiten Band noch lesen werde, vermutlich schon, einfach um zu schauen, ob es besser wird, aber “Beta” selbst hat mich erstmal ziemlich enttäuscht.

Quelle: http://anima-libri.de/rezension/rachel-cohn-beta