Witzig, unterhaltsam und kurzweilig, aber leider nicht so gut wie der erste Band

Złoty most - Eva Völler

Ich war von Eva Völlers erstem Zeitenzauber-Buch wirklich hellauf begeistert.“Zeitenzauber: Die magische Gondel” ist ein rundum wundervolles Buch – nicht nur, weil es in Venedig spielt und damit meine absolute Lieblingsstadt als Szenerie hat. Daher war ich entsprechend gespannt auf diesen zweiten Band und konnte es kaum erwarten “Zeitenzauber: Die goldene Brücke” in Händen zu halten. Leider konnte die Fortsetzung nicht so ganz mit dem ersten Band mithalten.

Von der ersten Seite an hatte ich Probleme wieder in die Geschichte hinein zu finden. Denn auch wenn die Inhaltsangabe etwas von “das nächste Abenteuer [lässt] nicht lange auf sich warten” sagt, ist zwischen den beiden Bänden doch irgendwie und einfach so über ein Jahr Zeit vergangen. Und gerade weil das nicht einmal großartig erwähnt wurde, fehlte mir einfach etwas der Anschluss. Vor allem für die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen den Charakteren, gerade der zwischen Anna und Sebastiano, sollte dieses Jahr eigentlich von großer Bedeutung gewesen sein, aber irgendwie wird es einfach völlig unter den Tisch fallen gelassen.

Generell hatte ich irgendwie Probleme mit der “Liebesgeschichte”, denn der Funke wollte hier irgendwie einfach nicht mehr überspringen. Zwar wird recht großzügig mit dem Wort “Liebe” herum geschmissen, aber so richtig knistern wollte es zwischen Anna und Sebastiano nicht. Zwar fand ich beide Charaktere, besonders aber Anna, der man anmerkt, dass sie über das vergangene Jahr doch irgendwie erwachsen geworden ist, überaus sympathisch, nur die Chemie zwischen ihnen konnte ich ihnen einfach nicht abkaufen.

Auch die Geschichte ist nicht ganz so rund gewesen, wie im ersten Band. Zwar war sie alles in allem spannend und amüsant, gerade die Parallelen zu Alexandre Dumas’ “Die Drei Musketiere” waren wirklich unterhaltsam, aber leider gab es einige Längen, Stellen, an denen die Handlung recht zäh war, während das Ende dann wieder ein wenig übereilt wirkte im Vergleich zum vorherigen Handlungstempo.

Alles in allem fand ich “Zeitenzauber: Die goldene Brücke” witzig, unterhaltsam und kurzweilig, an den ersten Band konnte Eva Völler mit diesem Buch in meinen Augen aber leider nicht anknüpfen.

Quelle: http://anima-libri.de/rezension/eva-voller-zeitenzauber-die-goldene-brucke