Lockerleichte Liebeslektüre

Zaubersommer in Friday Harbor - Lisa Kleypas

Dass das hier schon der zweite Band der Serie “Friday Harbor” ist, ist mir erst relativ spät aufgefallen. Zwar spielt “Zaubersommer in Friday Harbor” zeitlich gesehen nach “Das Winterwunder von Friday Harbor”, ich bin aber auch ohne den ersten Band zu kennen sehr gut mit diesem Buch hier klar gekommen.

 

Im Zentrum der Geschichte stehen hier Lucy Marinn und Sam Nolan (wer Band 1 gelesen hat, wird wissen, dass es sich bei diesem um den zweiten der drei Nolan Brüder handelt, der Erste, Mark, wurde im vorherigen Band bereits verkuppelt), zwei relativ unterschiedliche Menschen, die vor allem eins zusammenhaben: beide sind nicht wirklich scharf auf eine Beziehung, gerade Lucy, deren Ex sie zu Gunsten ihrer sowieso schon nicht gerade geliebten Schwester verlassen hat, leidet noch sehr an dem Desaster ihrer letzten Beziehung während Nolan sowieso ein Beziehungphobiker ist.

Wieso es den beiden so geht, erklärt die Autorin durch einen ausführlichen Blick auf die familiären Hintergründe ihrer Protagonisten, etwas, was oftmals vielleicht langatmig erschienen mag, hier aber sehr gut und interessant umgesetzt ist, sich auf das Nötigste beschränkt und sich vor allem als wichtig für die weitere Geschichte herausstellt.

Sehr schön fand ich hier vor allem auch, dass die Hauptpersonen hier nicht der berühmt-berüchtigen (und von mir verabscheuten) Instant-Liebe zum Opfer fallen, nicht einmal von Liebe auf den ersten Blick kann hier so wirklich die Rede sein. Denn, ganz entsprechend der Vorgeschichten der Beiden, zieht sich die Kennenlern-Phase hier über mehrere Monate. Das mag für einige zwar den “Knisterfaktor” reduzieren, mir persönlich hat es aber sehr gut gefallen, denn dadurch fand ich die Liebesgeschichte rundum realistisch und es war spannend, die Entwicklungen nachzuvollziehen.

Ansonsten haben mir vor allem noch zwei Dinge besonders gut an diesem Roman gefallen: Zum einen der locker-leichte Schreibstil der Autorin, durch den sich die Geschichte wirklich gut lesen lässt, und zum anderen, natürlich, die magische Komponente, die zwar gering aber meiner Meinung nach nichtsdestotrotz sehr schön umgesetzt ist und dem Roman nochmal das gewisse Extra gibt.

Alles in allem fand ich “Zaubersommer in Friday Harbor” sehr schön, es ist zwar nicht die tiefsinnigste Geschichte, die man sich vorstellen kann, aber sehr angenehm geschrieben und definitiv eine schöne Unterhaltungslektüre.

Quelle: http://anima-libri.de/rezension/lisa-kleypas-zaubersommer-in-friday-harbor