Leider nur 1/3-Buch...

Das helle Kind I - Krönungssteine: Roman - Katharina v. Pannwitz

Es gibt eine Sache, die mich an eBooks teilweise doch sehr nervt: Die Tatsache, dass hier oft eine Geschichte nicht am Stück sondern in mehreren, dann gerademal knapp 100 Seiten langen, Einzelteilen erscheint. So wie auch die Geschichte um das ‘helle Kind’, die nämlich schon einmal als gedrucktes Buch verlegt wurde und zwar als eine Geschichte, jetzt aber bei dotbooks als dreiteiliges eBook erscheint. So zahlt man eben nicht 2,99€ für eine Geschichte sondern letztendlich 12,97€. Nervig, aber was will man machen… Im Grunde eben nur ein weiterer Grund für mich, mir gut zu überlegen, ob ich die restliche Geschichte überhaupt lesen will.

 

Mein Problem war vor allem, dass mir der Einstieg in die Geschichte sehr schwer gefallen ist. Katharina von Pannwitz’ Schreibstil ist definitiv nicht mein Fall, er liest sich recht ‘kantig’ und die ganze Geschichte ist zu Beginn weniger Handlung als viel mehr eine recht zähe Aufzählung, die nicht unbedingt besonders interessant zu lesen ist. Dadurch dass dieser erste Teil des Buchs nur etwa 130 Seiten hat, geht davon natürlich schon mal eine nicht unbedeutende Menge für diesen zähen Anfang drauf.

Wie so oft hat sich die Autorin auch hier verschiedenster, altbekannter Elemente der High Fantasy und Mythologie gesucht und zu einer neuen Geschichte verflochten, so gibt es hier Nixen, Zwerge, Feen und Alben und jede Menge keltische Magie. Eine interessante Mischung, die sich die Autorin gut ausgesucht hat, aber durch die irgendwie abgehackte Erzählweise bin ich einfach nicht recht in die Geschichte hinein gekommen, sodass die eigentlich spannenden Elemente nicht ihr volles Potenzial erreichen konnten und die Geschichte mich auch nicht wirklich gefesselt hat.

Dabei fand ich Protagonistin Niam, das helle Kind, eigentlich sogar sehr sympathisch, sie ist ein gelungener, runder Charakter, in den man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann und ich denke, es ist wirklich spannend, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Leider kommt diese Reise hier im ersten Teil eben noch nicht so wirklich ins Rollen, der Teil hört quasi genau dann auf, wenn es gerade anfängt interessant und fesselnd zu werden.

Daher stehe ich “Das helle Kind: Krönungssteine” alles in allem auch eher zwiegespalten gegenüber. Einerseits fand ich die Idee und die einzelnen Elemente, vor allem die Einschläge keltischer Mythologie, sehr interessant, andererseits war mir der Stil der Erzählung einfach zu abgehackt und dieser erste Teil zu kurz, um die anfängliche Holprigkeit zu überwinden und in die Geschichte hineinzufinden.

Quelle: http://anima-libri.de/rezension/katharina-von-pannwitz-das-helle-kind-kronungsssteine